Adenorhinos barbouri

(Loveridge, 1930)
 
 

   

 

Beschreibung: Kleine terrestrische Viper welche ca. 40 cm groß wird. Der dreieckige Kopf hat eine abgerundete Schnauze und die Augen sind auffällig groß. Die Schuppen des Kopfes und des Körpers sind stark gekielt. Die Anzahl der Bauchschuppen liegt bei 116 bis 122. Die Viper besitzt eine Analschuppe und 19 bis 23 untere Schwanzschuppen. Der Schwanz ist, im Vergleich zu den Vertretern der Gattung Atheris, relativ kurz und nicht in der Lage zu greifen. Die Färbung der Viper ist olivgrün oder braun mit ein paar zick-zack-förmigen Streifen über die gesamte Länge der Rumpfschuppen. Diese Streifen können eine unregelmäßige Kette bilden. Die Bauchschuppen sind grünlich. Zuerst dachte man, dass es sich bei dieser Art um eine grabende Spezies handelt. Jedoch ist das unwahrscheinlich, weil es keine offensichtlichen morphologischen Anpassungen für eine solche Lebensweise gibt.

Fortpflanzung: Wahrscheinlich ovipar. Drei 1930 gefangene Weibchen enthielten zehn Eiern, von denen das größte Ei 10x6 mm maß. (Spawls et al., 2002).

Ernährung: Wahrscheinlich Weichtiere wie Würmer, Schnecken, usw. Erwachsene Tiere fressen auch Frösche (Spawls et al., 2002). 

Habitat: Scheinbar bevorzugt Adenorhinos barbouri feuchte hoch gelegene (1800 m) Waldhabitate mit niedriger Vegetation. Sie wurde aber auch auf Plantagen gefunden.

Verbreitung: Das ist eine außergewöhnlich seltene Viper, die endemisch auf den Bergen Uzungwe und Ukinga in West-Tansania vorkommend. 

Taxonomie: Die Gattung Adenorhinos ist monotypisch und besteht nur aus Adenorhinos barbouri. Es ist keine Unterart bekannt.

Adenorhinos barbouri wurde 1930 von LOVERIDGE als Atheris barbouri beschrieben und von BROADLEY & HOWELL (1991) bzw. MCDIARMID, CAMPBELL & TOURÉ (1999) in die Gattung Adenorhinos gesetzt. Mitochondrialen DNA-Sequenz-Analysen haben gezeigt, dass Adenorhinos eng mit Atheris ceratophora verwandt ist und daher sollten Adenorhinos in die Gattung Atheris, als terrestrische Art, geführt werden (LENK et. al. 2001). MAIK DOBIEY und GERNOT VOGEL wiedersprechen jedoch eine erneute Synonymisierung mit Atheris. Unter Anderem wegen klarer morphologische und ökologische Unterschiede zu allen anderen Buschvipern.

Gift: Nichts bekannt. Es gibt auch keine dokumentierten Bissunfälle oder ein Gegengift.

 

 

 

Acknowledgements:
I thank Michele Menegon for the pictures of this incredible Atherini spec.