Atheris ceratophora

(Werner, 1895)
 
 

      

 
Der Name ceratophora bezieht sich auf die Hornschuppen über den Augen. Es wird aus dem griechischen cerato (Horn) und phoros (Lager) abgeleitet.
 
Lebensraum:
Die Verbreitung dieser Viper begrenzt sich größtenteils auf die Usambara- und Uluguru- Bergen (Tansania). Dort lebt sie hauptsächlich in den oberen Höhenlagen welche ziemlich kühl sind. Dort leben sie nahe dem Erdboden, z.B. in kleinen Büschen im Gras oder auf Ästen.
 
Beschreibung:
Die Usambara-Buschviper ist eine recht klein bleibende Buschviper. Normalerweise wird sie 50 cm doch eher 40 cm lang.
 
Das Aussehen dieser kleinen Viper hat eine Besonderheit. Über den beiden Augen sind ein bis drei kleine Hörner. Keine andere afrikanische baum- und buschbewohnende Schlange weist dieses Merkmal auf. Das macht sie unverwechselbar.
 
Auch die Farbe und Zeichnung variiert stark. Sie kann von hell-gelb über olive-grün bis grau-grün sein und je nach Herkunft auch noch eine sehr deutliche bzw. weniger deutliche schwarze Zeichnung haben. Wie alle Atheris ist auch sie nachtaktiv.
 
Haltung:
Die Haltung dieser interessanten Atheris ist auf langer Sicht nur mit kühlen Temperaturen möglich. Auch eine nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 70% ist anzustreben.
 
Wie alle Atheris brauchen die Usambara-Buschviper viel Trinkwasser in Form von Tropfen. Daher ist tägliches sprühen unabdingbar. Auch um die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten sind lebende Pflanzen extrem wichtig. Mit Kunstpflanzen habe ich diesbezüglich keine guten Erfahrungen gemacht. Das gesamte Terrarium sollte aber auch nach jedem Sprühen die Möglichkeit haben vollständig abzutrocknen. Die Tiere selber dürfen auch nicht feucht sitzen. Auf feuchte Stickluft sowie auf Staunässe reagieren die Vipern mit Lungenentzündungen.
 
Um feuchte Stickluft und Staunässe zu vermeiden kann man sich beim sprühen darauf beschränken nur die Tiere anzusprühen. Hin und wieder auch mal das gesamte Terrarium aussprühen. Um Stickluft zu vermeiden kann man Ventilatoren installieren.
 
Die Temperatur darf über einen längeren Zeitraum nicht mehr als 24°C erreichen. Zu warme Haltung führt zu einer Bewegungsunlust. Eine lokale Spotbeleuchtung ist jedoch unabdingbar. Dort kann die Wärme auf ca. 27°C ansteigen. Wenn das fehlt verweigern die Tiere die Nahrungsaufnahme. Nachts kann die Temperatur bis auf 16°C absinken, darf aber nicht über 20°C liegen. Die Beleuchtung wir für ca. 12 Stunden angeschaltet.
 
Diese Viper wird mit Mäusen in geeigneter Größe gefüttert. Ausgewachsene Exemplare sollten nur einmal pro Monat gefüttert werden sonst werden sie sehr schnell fett. Das kann auch zum Tod des Tieres führen. Bei Giftschlangen ist es allgemein wichtig lebende Beute anzubieten, damit sie möglichst viel Gift injizieren. Dieses hilft bei der Verdauung des Beutetieres. Atheris ceratophora ist kein Futterspezialist. Obduktionen haben ergeben das die Tiere in der Natur Amphibien, nestjunge Vögel, div. Echsen (z.B. Geckos) sowie junge Nagetiere verzehren.