Atheris chlorechis

(Pel, 1851)
 

 

Der Name chlorechis wird von den griechischen Wörtern khloros (grün) und ekhis (Schlange) hergeleitet.

 

Lebensraum:
Die Grüne Buschviper kommt in Guinea, Sierra Leone, Liberien, Ivory Küste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, und in Kamerun vor. Dort lebt sie in Regenwaldgebieten, auf Büschen und auf kleinen Bäumen. Auf diesen lauert sie auf Beutetiere, die sie nach dem Biss festhält, bis sie verendet sind.

 

Beschreibung:
Durch ihre stark gekielten Schuppen hat sie ein struppiges Aussehen. Der Kopf ist flach, breit und setzt sich vom Hals deutlich ab. Atheris chlorechis ist hellgrün, olivgrün oder türkisgrün mit wenigen goldgelben Punkten auf dem Rücken. Der Schwanz ist dunkel gefärbt und sehr lang. Da chlorechis ein typischer Baumbewohner ist, dient der Schwanz im Geäst als Greifwerkzeug beim Klettern. Der Bauch ist grün oder gelblich. Die verhältnismäßig großen Augen sind grün, elfenbeinweiß oder fast schwarz. Die Pupillen sind im hellen Licht senkrecht geschlitzt. Diese Viper ist nachtaktiv.

 

Haltung:
Die Beleuchtung schaltet man für 12 bis 14 Stunden ein. Der Wasserbehälter muss stets mit sauberem Wasser gefüllt sein. Einige chlorechis akzeptieren den ihnen dargebotenem Wasserbehälter nicht und decken ihren Wasserhaushalt ausschließlich durch das Auflecken des Sprühwassers. Auf das Klima sollte besondere Rücksicht genommen werden. Ständige Temperaturen von 30°C oder höher ist schädlich für eine chlorechis. Am besten sind Temperaturen von 25°C geeignet. Nachts sollte die Temperatur des Terrariums auf ca. 21°C absinken.
 
Wie alle Atheris brauchen die Grüne Buschviper viel Trinkwasser in Form von Tropfen. Daher ist tägliches sprühen unabdingbar. Auch um die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten sind lebende Pflanzen extrem wichtig. Mit Kunstpflanzen habe ich diesbezüglich keine guten Erfahrungen gemacht. Das gesamte Terrarium sollte aber auch nach jedem Sprühen die Möglichkeit haben vollständig abzutrocknen. Die Tiere selber dürfen auch nicht feucht sitzen. Auf feuchte Stickluft sowie auf Staunässe reagieren die Vipern mit Lungenentzündungen. Die Luftfeuchtigkeit sollte 70-80% betragen. Ich besprühe mein Tier in regelmäßigen Abständen direkt mit der Sprühflasche, worauf sie sofort beginnt das Wasser aufzulecken.
 
Man kann diese kleine Viperart einzeln oder in einer Gruppe pflegen. Im Terrarium frisst die Grüne Buschviper Mäuse und Haussperlinge (keine frei lebenden Tiere verfüttern). Die Wildfänge nehmen oft die dar-gebotenen Mäuse nur ungern an. Deshalb war ich erstaunt, dass meine weiblichen Wildfänge auf Anhieb Futtermäuse angenommen hatten. Bei Atheris sowie bei allen anderen baumbewohnenden Giftschlangen, wie z.B. Trimeresurus, sollte man nicht zu viel füttern. Anderenfalls droht schnell Leberverfettung. Bei Giftschlangen ist es allgemein wichtig lebende Beute anzubieten, damit sie möglichst viel Gift injizieren. Dieses hilft bei der Verdauung des Beutetieres.
 
Die Grüne Buschviper bringt, meist zwischen März und April, sechs bis neun lebende Junge zur Welt. Die Jungschlangen sind zwischen 13 und 15 cm lang und haben alle möglichen Farben. Diese ändern sich aber später in die grüne Färbung der adulten Tiere.