Atheris rungweensis

(Bogert, 1940)

 

  

 

Der Name bezieht sich auf den Rungwe Berg (Tansania).

 

Lebensraum:

Atheris rungweensis kommt in Höhenlagen von 800-2000 m vor. Dort lebt sie in Primär-Regenwälder (im Süden Tansanias) wo sie in niedrigen Sträuchern versteckt lebt.

Beschreibung:

Diese Viper ist die wohl farbenprächtigste Buschviper überhaupt. Die schönsten Vertreter können Farben von hellgelb, tief schwarz, hellgrün und hellblau gleichzeitig aufweisen. An den Seiten können gelbe Zick-Zack-Muster auftretten, ähnlich wie Atheris desaixi. Außerdem gibt es noch etwas dunklere Vertreter dieser Art. Auch hier ist der Körperbau gleich den anderen Buschviperarten. Eckiger Kopf, schlanker Körper, gekielte Schuppen, einen langen Greifschwanz und große Augen.

Haltung:

Genau wie Atheris desaixi ist diese Buschviper sehr selten. Sie gehört zu den seltensten Vertretern der gesamten Gattung. Demzufolge ist sie auch ziemlich unbekannt und in Deutschland nur mit guten Kontakten und viel Glück zu bekommen. Die Zucht ist meines Wissens in Deutschland noch nie gelungen. Auch hier ist die Haltung sehr schwer.

Atheris rungweensis kann nicht in normalen Wohnzimmerterrarien gehalten werden. Sie braucht eine hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen. Steigen die Temperaturen bei der Rungwe-Buschviper dauerhaft, sind Probleme unausweichlich. Wie bei allen anderen Atheris ist auf den Wasserhaushalt zu achten. Das Becken wird täglich besprüht und muss dann wieder völlig abtrocknen können. Pflanzen sind genauso wichtig wie eine gute Belüftung. Stickluft ist Gift für Atheris.

Bei Atheris sowie bei allen anderen baumbewohnenden Giftschlangen wie z.B. Trimeresurus, sollte man nicht zu viel füttern, da sie schnell verfetten. Bei Giftschlangen ist es allgemein wichtig lebende Beute anzubieten, damit sie möglichst viel Gift injizieren. Dieses hilft bei der Verdauung des Beutetieres. Die Beute an sich besteht aus Mäusen.

Die Beleuchtung stellt man für 12-14 Stunden ein. Man muss aber aufpassen, dass die Lampen die Temperatur im Behälter nicht ansteigen lassen.